Saison 2006/2007

Mit Kaltstart zum souveränen Sieg

Nach der Auswärtsniederlage in Jena haben sich die Heuchelhöfer Wiedergutmachung vorgenommen. Ein deutlicher Sieg sollte her, um für die nächsten Partien gewappnet zu sein. Doch lange Zeit sah es nicht nach einer Pflichtaufgabe aus.

Kopfzerbrechen hat Trainer Harald Borst vor allem die kalte Anfangsphase seiner Mannschaft bereitet. Nachlässigkeiten führten im Angriff zu Ballverlusten, die den Gästen vom USC Leipzig schnelle und einfache Punkte bescherten. Auch das Umschalten von Angriff auf Verteidigung war nicht gerade von schnellen Reaktionszeiten geprägt, sodass die Würzburger früh in Rückstand gerieten.

Es dauerte eine gewisse Zeit, bis die Gastgeber die Partie unter Kontrolle brachten. Im Angriff suchte man konsequenter den Weg zum Korb, in der Verteidigung forcierte man immer wieder Ballverluste. Dennoch konnten man sich nicht wirklich absetzen. Eine magere 3-Punkte-Führung entsprach nicht gerade dem Ziel für den ersten Spielabschnitt.

Offensichtlich hat Trainer Borst in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden. Die Gastgeber legten deutlich an Intensität zu. Besonders in der Abwehr arbeiteten die Heuchelhöfer zielstrebiger. Leichte Körbe, die man bis dato reihenweise zugelassen hatte, nahmen zunehmend Seltenheitscharakter an. Und im Angriff kam man allmählich ins Laufen. Neun Punkte betrug die Führung zur Viertelpause.

Im letzten Viertel mussten die Zuschauer in der Heuchelhofhalle nochmals den Atem anhalten. Max Endres musste foulbedingt das Spielfeld verlassen und Kola Oba, der bis dahin der dominanteste Rebounder im Spiel war, beging sein viertes Foul. Die Centeralternativen für Trainer Borst waren spärlich gesät, zumal die Mannschaft ohnehin durch den Ausfall von Keli Ekoemeye auf der großen Position geschwächt war. Als Aushilfscenter auch für künftige Aufgaben tat sich besonders Fabian Degen (20 Punkte) hervor, der sich in der Verteidigung aufopferte und der Mannschaft im Angriff zahlreiche Impulse gab.

Aus diesem scheinbaren Vorteil konnten die Leipziger allerdings keinen Nutzen ziehen. Im Gegenteil: durch mannschaftliche Geschlossenheit in Angriff und Verteidigung bauten die Heuchelhöfer ihre Führung deutlich aus und verbuchten somit den dritten Saisonerfolg im vierten Spiel. Mit 96:78 blieben die Gäste aus Leipzig letztlich chancenlos.

Als Zweitplazierter der 2. Regionalliga Südost muss der SC Betttotal Stuth Heuchelhof am kommenden Samstag beim TSV Herzogenaurach antreten, der mit drei Niederlagen und einem Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Von der Tabellensituation dürfen sich die Würzburger allerdings nicht täuschen lassen. Der Absteiger aus der 1. Regionalliga hat sich bisher sicher unter Wert geschlagen und wird alles daran setzen, seine Heimhalle sauber zu halten.

 

Rückschlag für Heuchelhofs Basketballer

Einen unnötigen Rückschlag mussten die Heuchelhöfer am vergangenen Samstag in Jena hinnehmen. Dabei verlief zunächst alles nach Plan.

Bis tief ins zweite Viertel hinein dominierten die Schützlinge von Harald Borst das Spielgeschehen auf dem thüringischen Parkett. Sowohl am Korb als auch aus der Distanz zeigte sich die Mannschaft treffsicher und nach anfänglichen Schwierigkeiten stand auch die Verteidigung sicher wie in den vergangenen Partien.

Eine seltsame Wendung nahm das Spiel nach einer unsportlichen und überharten Attacke des Jenaer Aufbauspielers an Steffen Liebler , der hart zu Boden gehen musste. Der sichere Abstand von 10 Punkten schmolz bis zur Pause dahin. Zur Halbzeit gerieten die Würzburger sogar mit 41:37 in Rückstand.

Zu Beginn der 2. Halbzeit schien die Mannschaft wieder ihren Rhythmus gefunden zu haben. Dabei zeigten sich Steffen Liebler (22 Punkte) und Keli Ekoemeye (21 Punkte) als sichere Punktegaranten. Erneut übernahm man die Führung, bis Steffen, den die Jenaer Verteidigung zu keiner Zeit kontrollieren konnte, foulbedingt das Geschehen von außen verfolgen musste. Von da an kam die Würzburger Offensive zunehmend ins Stocken, sodass man im letzten Spielabschnitt gerade 15 Punkte erzielte, zu wenig um dieses Spiel zu gewinnen. Mit 66:70 musste man sich der jungen Mannschaft aus Jena geschlagen geben.

Ausschlaggebend für die Niederlage war wohl auch die ungünstige personelle Besetzung. Aufgrund gesundheitlicher oder privater Gründe konnte Trainer Harald Borst lediglich auf vier Spieler seiner Stammformation zurückgreifen. Besonders machte sich das Fehlen von Kola Oba und David Schrama unter den Körben bemerkbar. In dieser Besetzung war zumindest am vergangenen Samstag gegen die destruktiv angelegte Spielweise der TuS Jena nichts zu gewinnen.

„Niederlage schnell abhaken und zum nächsten Sieg vorausschauen“ ist die Devise der Heuchelhöfer. Die Zeichen hierfür stehen ganz gut. Beide Center werden zum kommenden Heimspiel gegen den USC Leipzig zurückerwartet. Auch auf der Flügelposition werden Trainer Borst mit dem wiedergenesenen Ferdi Herold zusätzliche Alternaiven eröffnet.

Die Gäste aus Leipzig belegen derzeit mit 2 Niederlagen und einem Sieg einen Mittelfeldplatz in der Tabelle.

1.Herrenmannschaft startet erfolgreich in die Saison 2006/2007
Sieg in Bayreuth 86:69 (18:20, 47:34, 69:57)

Obwohl die Vorbereitung der Basketballer des SC Heuchelhofs nicht unter den besten Voraussetzungen ablief, konnte man im ersten Saisonspiel einen überzeugenden und ungefährdeten Sieg über Bayreuth einfahren.

Bereits vor zwei Wochen hatte sich Centerspieler David Schrama bei einem Testspiel gegen Schweinfurt einen Muskelfaserriss zugezogen. Daneben konnte Keli Ekoemeye aufgrund einer Erkältung in der letzten Woche nur bedingt trainieren, Neuzugang Max Endres litt an einer schmerzhaften Fersenprellung. Bei diesen Bedingungen verwundert es nicht, dass Harald Borst und sein Team mit gemischten Gefühlen nach Bayreuth gefahren sind.

Im ersten Viertel kamen die Heuchelhöfer auch nur schwer in Gang. Über lange Strecken des Viertels waren die Bayreuther ebenbürtige Gegner, sodass sich eine enge Partie abzeichnete. Ballverluste, unkonzentrierte Abschlüsse und müde Verteidigungsarbeit schienen das Ergebnis der schlechten Vorbereitungswoche zu sein.

In einer Auszeit kurz vor Ende der Viertelpause hat Trainer Borst offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Ab diesem Zeitpunkt konnte man ein anderes Heuchelhöfer Spiel sehen. Zielstrebig und konsequent wurde der Ball in der Offensive bewegt, sodass sehenswerte und vor allem leichte Punkte resultierten. Auch in der Verteidigung ging man anders zu Werk. Aggressivität und körperliches Spiel stellten die Bayreuther Mannschaft immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Am Ende der Halbzeit stand eine 14-Punkte–Führung, die zu keinem Zeitpunkt des Spiels in Gefahr geriet.

Mit einem krachenden Dunking vom überragenden Keli Ekoemeye (29 Punkte) auf Assist von Steffen Liebler war das Spiel frühzeitig im 4. Viertel entschieden. Neben derart spektakulären Aktionen überzeugte das Würzburger Spiel durch mannschaftliche Geschlossenheit: 5 Spieler punkteten zweistellig. Ebenso wird Trainer Borst die Integration der Neuzugänge gefallen haben. Neben dem reboundstarkem Center Kola Oba haben sich Max Endres, Ferdi Herold und Steffen Liebler nahtlos in das Spiel eingefügt und werden mit ihrer Treffsicherheit und dem uneigennützigem Spiel den SC Heuchelhof zu neuer Spielstärke verhelfen.

Ein echter Prüfstein wird am kommenden Samstag in der Heuchelhofhalle erwartet. Mit Zwickau reist der letztjährige Dritte der 2. Regionalliga an, der in der Vergangenheit immer wieder mit ausländischen Spielern angetreten ist. Das Spiel wird für den weiteren Saisonverlauf der Heuchelhöfer Basketballer sicherlich richtungsweisend sein, sodass man auf diese Partie gespannt sein darf.